Industriedesign ist aus der industriellen Arbeitsteilung des 19. Jahrhunderts entstanden, als Entwurf und Produktion getrennt wurden.
Die Gestaltung verließ die Produkton und fand nun räumlich getrennt, im Büro oder beim Kunden statt. Hundert Jahre später folgt dem Design die Produktion. Stereolithographie und CNC-Fräsen haben heute die Prototypenfertigung ins Büro geholt. Der Designer kann vom Entwurf in 3D und 2D direkt den Prototypen generieren.
Erfahrungen mit der CNC-Fräse
Seit einigen Monaten entwerfe ich Holzobjekte für Heintze & Blanckertz. Ich baue die Objekte in Rhinoceros 3D und extrahiere dann die Kurven als 2D. Das schnelle Generieren von Varianten hat eine neue Entwurfsqualität hervorgebracht.
Was zuvor mit Pappmodellen oder 1 : 1 Ausdrucken mühsehlig ausprobiert werden musste, oder gar in der Werkstatt handwerkliches Geschick forderte, kommnt nun sauber aus der CNC-Fräse (nur ein kurzes Nachschleifen ist notwendig).
Entwerfen und Prototypenfertigung finden nun parallel statt. Optimisten sehen diese Geräte bereits im Haushalt von Morgen, wo maßgeschneiderte Produkte oder Ersatzteile nur als Datensatz für die eigene Produktionsmaschine eingekauft werden...
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