Der Begriff Klassiker wird häufig sehr inflationär gebraucht. Besonders alte „materielle“ und „geistige“ Produkte versucht man mittels des Titels „klassisch“ einen symbolischen Wert zu verleihen.
Klassiker verdienen nicht als solche verehrt sondern gelesen zu werden, schrieb mal verbittert ein Autor über seine Bücher, die zwar jeder schätzte aber niemand las. Damals hatte dieser Status wohl noch nicht einen so hohen materiellen Wert wie heute. Der Wert des Namens Mozart wird für Österreich im Mozartjahr auf 5 Milliarden Euro beziffert.
Unter Produktklassiker verstehen wir in erster Linie Konsumgüter des täglichen Bedarfs, die eine Vorreiterrolle einnahmen und noch heute von einem Imagegewinn profitieren, z.B Maggi, Odol, Nivea, Tempo. Diese sind oft zu ganzen Produktfamilen ausgebaut worden, und werden an die jeweilige Zeit angepasst.
Designklassiker sind ebenfalls frühere Avantgarde-Produkte, die noch von einem Imagegewinn profitieren. Sie können allerdings meist nur von Insidern mit ihrem Produktnamen identifiziert werden, auch wenn sie omnipräsent sind.... [Lesen Sie weiter im .pdf-Download]
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