Im Klingspormuseum habe ich Ahn Sang Soo getroffen, wo gegenwärtig eine Retrospektive seiner Werke stattfindet. Unser Gespräch hielt er mit einer grafischen Notiz in seinem Notizbuch fest und bat mich um ein Foto für das ich mein rechtes Auge mit der Hand verbergen sollte.Das ein Grafik-Designer eine so große Aufmerksamkeit bekommt wie Ahn Sang-Soo ist selten und man würde fast vermuten er wäre deshalb tief in die Celebrity-Welt eingedrungen. Das Gegenteil ist der Fall wie auch seine Entwürfe zeigen: DiePlakaten und Schriften zeugen von einer eleganten Zurückhaltung und punkten dadurch das der Betrachter erst auf den zweiten Blick die Bedeutung des Gesehenen wahrnimmt, dafür umso intensiver. Fast eine Tugend, wo alles nur "kauf mich" schreit, und Differenzierung selten ist.
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